Segway F3 im Alltag: Meine Erfahrungen nach 1.900 Kilometern
Ich fahre den Segway F3 jetzt seit ungefähr drei Monaten. In dieser Zeit sind rund 1.900 Kilometer zusammengekommen – genug, um nicht nur den ersten Eindruck zu beschreiben, sondern auch ein Gefühl für den Alltag zu bekommen.
Für ungefähr 600 Euro ist der Segway F3 für mich grundsätzlich ein ordentliches Fahrzeug. Die Verarbeitung macht einen vernünftigen Eindruck, die Einrichtung war unkompliziert und auch die Updates liefen bei mir bisher ohne großes Drama. Im Alltag ist das genau die Art von Technik, die ich mag: auspacken, einrichten und losfahren, ohne erst ein halbes Wochenende investieren zu müssen.
Verarbeitung und Einrichtung sind in Ordnung
Nach den ersten drei Monaten und vielen Kilometern wirkt mein Segway F3 noch solide. Natürlich sieht man einem Fahrzeug die Nutzung irgendwann an, aber bisher habe ich keinen grundsätzlichen Grund, mich über die Verarbeitung zu beschweren. Auch die Einrichtung war schnell erledigt. Die wichtigsten Einstellungen waren verständlich und die bisherigen Aktualisierungen haben bei mir zuverlässig funktioniert.
Das ist kein Test unter Laborbedingungen. Ich beschreibe hier meinen eigenen F3 und den Eindruck, den ich beim täglichen Fahren gewonnen habe. Gerade deshalb fällt mir ein Punkt besonders auf, den ich nicht einfach unter den Tisch fallen lassen möchte.
Zwei gleiche Fahrzeuge, aber nicht dieselbe Geschwindigkeit
Ein Kollege fährt dasselbe Modell und hat sein Fahrzeug erst seit kurzer Zeit. Trotzdem zieht er auf gerader Strecke deutlich an mir vorbei. Auf dem Display werden bei mir zwar ungefähr 20 km/h angezeigt. Bei einer eigenen Nachmessung komme ich allerdings nur auf etwa 17 km/h.
Das wäre für mich noch kein großes Thema, wenn beide Fahrzeuge unter völlig unterschiedlichen Bedingungen unterwegs wären. Mein Kollege und ich sind aber beim Körperbau, beim Gewicht und bei der Größe ziemlich vergleichbar. Auch deshalb frage ich mich, ob es bei der Software, der Kalibrierung, der Serienstreuung oder vielleicht beim Zustand des jeweiligen Fahrzeugs Unterschiede gibt.
Mir ist bewusst, dass Reifendruck, Temperatur, Wind, Strecke und die genaue Messmethode eine Rolle spielen können. Trotzdem sollte ein scheinbar gleiches Modell nicht so deutlich unterschiedlich schnell sein. Vor allem dann nicht, wenn auf dem Display bei mir bereits 20 km/h stehen, das Fahrzeug tatsächlich aber eher 17 km/h fährt.
Auch bei der Akkuleistung gibt es auffällige Unterschiede
Noch stärker fällt mir der Unterschied beim Akku auf. Mein Kollege schafft nach ungefähr 25 Kilometern noch rund 60 Prozent Restladung. Bei meinem Segway F3 bleiben unter vergleichbaren persönlichen Voraussetzungen zu diesem Zeitpunkt nur etwa 10 Prozent übrig.
Das ist ein Unterschied, bei dem ich nicht mehr nur von einer normalen Alltagsschwankung sprechen würde. Mein Fahrzeug ist zwar schon rund drei Monate im Einsatz und hat 1.900 Kilometer gefahren. Trotzdem hätte ich nicht erwartet, dass zwei Fahrzeuge mit nahezu identischem Fahrerprofil bei der Akkulaufzeit so weit auseinanderliegen.
Ob dafür die Nutzung, die Software, die Akkuqualität oder eine andere technische Einstellung verantwortlich ist, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Für mich zeigt der Vergleich aber, dass die tatsächliche Performance offenbar nicht bei jedem Fahrzeug gleich ausfällt. Genau hier würde ich mir vom Hersteller mehr Transparenz und eine bessere Prüfmöglichkeit wünschen.
Das Ladegerät ist für mich der größte Schwachpunkt
Weniger glücklich bin ich mit dem mitgelieferten Netzteil. Damit dauert eine vollständige Ladung bei mir ungefähr acht Stunden. Für eine gelegentliche Fahrt ist das kein Problem. Wenn man den Segway F3 aber regelmäßig nutzt und am nächsten Tag wieder los möchte, ist diese Ladezeit ziemlich lang.
Für ungefähr 50 Euro mehr gibt es ein stärkeres Netzteil, mit dem der Akku in etwa dreieinhalb Stunden wieder voll sein soll. Aus meiner Sicht hätte dieses Ladegerät zumindest als Option im Paket deutlich offensiver angeboten werden können – oder der schnellere Lader wäre direkt die bessere Standardausstattung gewesen. Ein Fahrzeug für rund 600 Euro sollte nicht an einem sehr langsamen Netzteil ausgebremst werden.
Mein bisheriges Fazit
Insgesamt finde ich den Segway F3 für den Preis von ungefähr 600 Euro in Ordnung. Die Verarbeitung passt, die Einrichtung ist unkompliziert und die Updates haben bei mir bisher funktioniert. Für den normalen Alltag bietet das Fahrzeug damit eine brauchbare Grundlage.
Meine Kritik bezieht sich vor allem auf die Unterschiede zwischen zwei eigentlich gleichen Fahrzeugen. Dass mein Kollege schneller fährt und bei ähnlicher Körpergröße und ähnlichem Gewicht deutlich mehr Akkureserve hat, kann ich nicht zufriedenstellend erklären. Meine eigene Nachmessung von ungefähr 17 km/h trotz angezeigter 20 km/h macht diesen Punkt zusätzlich sichtbar.
Der zweite klare Kritikpunkt ist das schwache Standardnetzteil mit einer Ladezeit von ungefähr acht Stunden. Der schnellere Lader für rund 50 Euro mehr klingt deshalb nach einer sinnvollen Ergänzung. Ob der Segway F3 für dich passt, hängt am Ende davon ab, wie regelmäßig du fährst und wie wichtig dir Reichweite, gleichmäßige Leistung und kurze Ladezeiten sind.
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Gute Feststellung, Test eines Gerätes
Hey Dirk, danke erst mal für deinen Kommentar und einen schönen Abend noch.